Der Künstler 2018-05-05T16:34:31+00:00

Der Ton war das Material von August Wilhelm Remme

Bis 1971 bereicherte August Wilhelm Remme die ostfriesische Kunstlandschaft mit seinem Schaffen.

August Wilhelm Remme wurde am 24.08.1892 in Osnabrück als Sohn des Betriebsführers Wilhelm August Remme und dessen Ehefrau Katarina Luise Karoline geboren[1]. Mehrere Geschwister sollen zu seiner Familie gezählt haben[2], jedoch ist derzeit noch nichts Näheres darüber bekannt.

Am 19.04.1919 schloss er in Holtgaste die Ehe mit Amalie Elise Johanne Bruns.  Amalie Luise war die Tochter des Postsekretärs Johann Gerhard Bruns und seiner  Ehefrau Elisabeth Georgine Rudolfine geb. Westing, wohnhaft in der Bergmannstrasse 42 in Leer. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: der erste Sohn verstarb 1920 bei der Geburt in Holtgaste; der zweite Sohn, Hans-Benno, ist im 2. Weltkrieg gefallen und das dritte Kind, die Tochter Ingeborg Meyer-Remme, sie war später als Lehrerin und Künstlerin in Aurich aktiv, wurde 1926 in Emden geboren. Sie verstarb im Jahr 2000 in Aurich.

"Mit seinen Händen schuf er Seeleute, Arbeiter, Schiffer, Moorfrauen, Fahrensleute, im Wesentlichen also Figuren von der Wasserkante."

August Wilhelm Remme mit seiner Ehefrau und seiner Tochter Ingeborg

Remme war von Beruf Lehrer. Die  1. Lehrerprüfung legte er am 9.03.1913 in Osnabrück ab, die zweite bestand er am 5.12.1918 in Brinkum/Leer/Ostfriesland[3].  Tätig war er  in Ostfriesland in Loga, Brinkum, Holtgaste, Emden, Upleward und Leer [4].  Im Jahre 1939 war er als Lehrer im Rahmen einer Kriegsvertretung in Upleward eingesetzt. Seit dem 01.05.1947 unterrichtete er an der Osterstegschule in Leer; dort wurde er im Oktober 1957 pensionert.

In der Zeit um 1930 wohnte er in Emden, in der Schnedermannstrasse 77. Ab dem 09.12.1947  war  er in der Bremer Strasse 88 in Upleward gemeldet. 1962 lebte er in Hustädte, Kreis Melle, bei seinem Neffen Günter Remme und ab 1964 in Leer.

Am  08.05.1971 verstarb Remme im Krankenhaus in Leer. Sein Grab befindet sich auf dem Evangelisch- Lutherischen Friedhof.

Dass seine Arbeiten im Ostfriesischen Raum nicht unbekannt geblieben sind, zeigen die vielen Veröffentlichungen über Remme und die Aufnahme seiner Person in zwei Künstlerlexika:  
Vollmer, Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler des XX Jahrhunderts und Dr. Walter Baumfalk, Bildende Kunst in Ostfriesland im 20. und 21. Jahrhundert

 

[1]Quelle: Auskunft Stadtarchiv Leer
[2]Hanss -Gerd Rabe: Osnabrücker Kunst und Künstler – 1900-1970
[3]Personalkarte für Lehrer des Regierungsbezirks Aurich
[4]Ernst Bahl, August W.Remme, ein ostfriesischer Plastiker; Zeitschrift für  Kultur, Wirtschaft und Verkehr, 1952, Nr. 1, S 7/8